Die Zusammenhänge zwischen Wissenschaft und Technik

 

Wissenschaft und Technik – zwei Bereiche, die in einem sehr engen Zusammenhang stehen und doch völlig unterschiedlich sind. Echte Wissenschaft, wie etwa die Naturwissenschaften, konnte erst durch den Einsatz neuer Technologien immer mehr und bessere Erkenntnisse gewinnen. Aber auch die Technik konnte nur entstehen, indem geforscht wurde, also wissenschaftliche Arbeit betrieben wurde. Somit sind die Zusammenhänge klar.

 

Heute fließen die Grenzen jedoch oft sehr stark ineinander. Denn in der Wissenschaft werden nicht selten Thesen aufgestellt, die erst durch den Einsatz von Technologien bestätigt oder widerlegt werden können. Somit zeigt sich, dass kein Bereich wirklich ohne den anderen auskommen kann.

 

Naturwissenschaften sind besonders technikaffin

 

Die Naturwissenschaften zum Beispiel bedienen sich besonders häufig der Technik. Denn ohne Mikroskope beispielsweise hätten Kleinstlebewesen niemals erforscht werden können. Sie sind mit dem bloßen Auge nicht zu sehen und können demzufolge auch nicht im eigentlichen Sinne erfasst werden. Genauso verhält es sich mit vielen anderen Forschungen. Meerestiere, die in extremen Tiefen leben, die ein Mensch ohne die passende technische Ausrüstung gar nicht erkunden könnte, sind erst deshalb entdeckt worden, weil eben die entsprechende Technik zur Verfügung stand.

 

Physikalische Gesetze rund um Kraftübertragungen und Co. wollen bewiesen werden. Das gelingt aber meist nur im praktischen Versuch, so dass auch hier die Technik wieder von Bedeutung ist. Eine Stromstärke kann nur technisch erzeugt und gemessen werden. In der Chemie wird es erst durch die Technik möglich, die einzelnen chemischen Elemente zu trennen, zu verarbeiten oder genauer zu untersuchen.

 

Abhängigkeit von Wissenschaft und Technik im Alltag

 

Auch im Alltag werden wir zunehmend abhängiger von Wissenschaft und Technik. Das liegt nicht zuletzt daran, dass unser tägliches Leben von technischen Geräten bestimmt wird. Nehmen wir nur einmal an, es kommt zu einem Stromausfall. Was können wir dann noch in unseren Wohnungen tun? Ein Buch zur Hand nehmen, Kerzen anzünden oder uns ins Bett verkriechen. Wir haben kein Licht, können keinen Kaffee kochen, können nicht fernsehen oder den Computer bedienen. Vielfach wird erst durch diesen Super-GAU klar, wie wichtig die Technik auch in unserem Alltag ist.

 

Ohne Wissenschaft hätten wir diese Technik nicht. Wir könnten eine Kerze nicht mit einem Feuerzeug entzünden, sondern müssten, wie unsere Vorfahren, Stöcke aneinander reiben, bis es zum Funkenflug kommt und vieles mehr. Die kleinsten Dinge wären nicht möglich, hätte die Wissenschaft nicht immer weiter geforscht und die Technik für den Alltag entwickelt. Aus diesem Grunde sollte ein Jeder diese beiden wichtigen Bereiche genau so ernst nehmen, wie es richtig ist. Denn durch die Wissenschaft werden auch die Krankheiten des Menschen erforscht und neue Möglichkeiten gefunden, diese zu behandeln.

 

Lange Zeit galten viele Erkrankungen als nicht heilbar, mittlerweile gibt es für zahlreiche dieser Krankheiten effektive Behandlungsmethoden. Diese können sowohl medikamentös erfolgen, als auch in Form von Strahlenbehandlungen. Ebenfalls werden heute viele Krankheiten früher erkannt, was beispielsweise erst durch das Röntgen, die Computertomographie usw. möglich wurde. Die Wissenschaft ist also genauso für unsere Gesundheit von größter Bedeutung und sollte keinesfalls unterschätzt werden. Natürlich könnte die Liste mit Beispielen, in denen Wissenschaft und Technik unser aller Leben beeinflussen, noch unendlich fortgeführt werden, doch würde das an dieser Stelle den Rahmen sprengen.

 

Foto: geralt / pixelio.de